Die Geschichte der Zucchini beginnt eigentlich in Mittel- und Südamerika, denn dort wurden Kürbisgewächse schon vor Tausenden von Jahren angebaut. Erst nach der Entdeckung Amerikas gelangten die Vorfahren der Zucchini nach Europa, und in Norditalien wurde daraus gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Zucchini gezüchtet, wie wir sie heute kennen. Botanisch ist die Zucchini also nichts anderes als ein Gartenkürbis, der jung geerntet wird. Auch ihr Name verrät die italienische Herkunft: „Zucca“ bedeutet Kürbis, und „Zucchina“ ist die Verkleinerungsform, also sinngemäß ein kleiner Kürbis. Das Pesto zur Zucchini stammt ebenfalls aus Italien, genauer gesagt aus Ligurien rund um Genua, wo Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch und Käse traditionell im Mörser zerstoßen werden, worauf auch das italienische Wort „pestare“ für zerstoßen zurückgeht.
Die Idee, Zucchini in Nudelform zu schneiden, ist dagegen ziemlich jung. Mit der Low-Carb-Bewegung und den ersten günstigen Spiralschneidern wurden die sogenannten Zoodles, eine Mischung aus Zucchini und Noodles, in den 2010er-Jahren weltweit beliebt. Unser Zucchini-Pesto-Salat verbindet also die klassische italienische Pesto-Tradition mit einem modernen Küchentrend. Statt Basilikum und Pinienkernen kommen hier allerdings Babyspinat, Oliven und Walnüsse ins Pesto, was dem Ganzen eine etwas herzhaftere und nussigere Richtung gibt. So entsteht eine eigene Zucchini-Variante, die sich an Bekanntem orientiert und trotzdem neu schmeckt.
Für ein Zucchini-Gericht, das in rund 20 Minuten fertig ist, steckt erstaunlich viel drin. Eine Portion Zucchini-Salat liefert etwa 544 Kilokalorien, 14 Gramm Eiweiß und rund 8 Gramm Ballaststoffe, während die Kohlenhydrate mit etwa 13 Gramm im Vergleich zu klassischer Pasta deutlich niedriger ausfallen. Den größten Anteil am Volumen hat dabei die Zucchini, die mit nur etwa 19 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr leicht ist und Kalium, Folat und Vitamin C liefert. Weil die Zucchini roh bleibt, gehen diese Vitamine nicht beim Kochen verloren. Die Energie kommt vor allem aus Walnüssen, Oliven und Öl und damit überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren, darunter auch die pflanzliche Omega-3-Fettsäure aus den Walnüssen.
Für Kochanfänger ist dieser Zucchini-Salat ein richtig guter Einstieg, weil kaum etwas schiefgehen kann. Die Zucchini wird nicht gegart, es gibt also keinen Garpunkt, den Du treffen musst, und keine Soße, die anbrennen könnte, das einzige Warme sind die Walnüsse in der Pfanne. Dabei übst Du ganz nebenbei wichtige Grundlagen: Du schneidest Oliven und Tomaten, lernst, wie man Nüsse ohne Fett röstet, und merkst beim Abschmecken des Pestos, wie Salz, Zitrone und Öl zusammenspielen. Hobbyköche können die Zucchini-Nudeln dagegen als Spielwiese nutzen, um mit eigenen Pesto-Kreationen, anderen Nüssen oder zusätzlichen Toppings zu experimentieren. Und wer noch keinen Spiralschneider besitzt, bekommt die Zucchini auch mit einem Sparschäler in feine Streifen, sodass Du wirklich sofort loslegen kannst.