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So schmeckt der Herbst:

Wenn die Tage im Herbst kürzer werden und draußen der Wind um die Häuser pfeift, steigt die Lust auf Essen, das von innen wärmt. Genau dafür ist diese Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne gemacht. Sauerkraut hat jetzt Hochsaison, denn der Weißkohl wird von September bis November geerntet und traditionell genau in diesen Wochen eingelegt. Im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt findest Du Sauerkraut gerade in großer Auswahl, oft auch frisch aus dem Fass. Bessere Voraussetzungen für eine aromatische Pfanne mit Sauerkraut gibt es kaum.

Dazu kommt, dass die Pfanne genau das liefert, was Du bei Schmuddelwetter gebrauchen kannst. Das Sauerkraut steuert Vitamin C bei, das Hackfleisch reichlich Eiweiß, und Majoran und Kümmel sorgen für diesen würzigen Duft, bei dem die ganze Küche nach Herbst riecht. Trotzdem liegt die Sauerkraut-Pfanne nicht schwer im Magen, weil sie ohne Mehlschwitze und ohne viel Sahne auskommt. Mit der Pfanne bekommst Du also das gemütliche Gefühl von Hausmannskost, ohne danach direkt in den Winterschlaf zu fallen.

Unwiderstehlich wird die Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne vor allem durch ihre Einfachheit. Nach einem langen Tag hast Du in knapp 25 Minuten ein warmes Abendessen auf dem Tisch, und auf den Abwasch wartet nur eine Pfanne. Die feine Säure vom Sauerkraut, die cremige saure Sahne und das kräftig angebratene Hackfleisch schmecken nach Omas Küche, passen aber wunderbar in Deinen Feierabend. Probier die Sauerkraut-Pfanne aus, solange der Herbst noch vor der Tür steht, und Du wirst diese Pfanne auch im Winter nicht mehr hergeben wollen.

Schnell aber dennoch gesund!

Die Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne ist ein gutes Beispiel dafür, dass schnelles Essen aus der Pfanne nicht ungesund sein muss. Sauerkraut entsteht durch Milchsäuregärung aus Weißkohl und hat nur rund 20 Kalorien pro 100 Gramm. Gleichzeitig liefert Sauerkraut Ballaststoffe, die lange satt halten und Deine Verdauung unterstützen, sowie Vitamin C und Vitamin K. Die lebenden Milchsäurebakterien im Sauerkraut überstehen das Köcheln in der Pfanne allerdings nicht. Wenn Dir die wichtig sind, hebst Du einfach eine kleine Portion rohes Sauerkraut auf und gibst sie erst auf dem Teller zur Pfanne dazu.

Das Hackfleisch macht aus der Pfanne eine echte Eiweißquelle. Mit rund 30 Gramm Protein pro Portion bist Du nach dem Essen gut versorgt, und reines Rinderhack bringt außerdem Eisen, Zink und Vitamin B12 mit. Auch das Tomatenmark in der Pfanne hat mehr drauf, als man ihm ansieht: Es enthält viel Lycopin, einen sekundären Pflanzenstoff, den Dein Körper besonders gut aufnimmt, wenn die Tomate erhitzt und mit etwas Fett zubereitet wird. Genau das passiert, wenn Du das Tomatenmark mit anröstest, bevor das Sauerkraut dazukommt. So wird aus Sauerkraut, Hack und Tomate eine Pfanne, die Dich rundum gut versorgt.

Kümmel und Majoran sind in dieser Pfanne nicht nur für den Geschmack da. Beide Gewürze werden traditionell zu Kohlgerichten und Sauerkraut verwendet, weil sie als bekömmlich gelten und Kohl leichter verdaulich machen sollen. Mit nur rund 5 Gramm Kohlenhydraten pro Portion passt die Sauerkraut-Pfanne außerdem gut in eine kohlenhydratarme Ernährung. Einen Punkt solltest Du beim Sauerkraut im Blick behalten: Es enthält von Natur aus Salz, deshalb würzt Du am besten erst ganz am Ende nach und probierst vorher, wie salzig Deine Pfanne schon ist.

Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne von oben: Sauerkraut und krümeliges Hack in cremiger Tomatensauce mit saurer Sahne und Petersilie im weißen Teller

Rezept: Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne

Wenn es nach Feierabend schnell gehen soll und trotzdem etwas Ordentliches auf den Teller kommen darf, ist diese Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne genau Dein Ding. In rund 25 Minuten steht ein herzhaftes Gericht aus Sauerkraut und Hackfleisch vor Dir, das satt macht, ohne Dich danach aufs Sofa zu fesseln. Sauerkraut, Hackfleisch und ein paar Gewürze reichen völlig aus, und spülen musst Du am Ende nur eine Pfanne. Sauerkraut wird oft unterschätzt. Dabei bringt Sauerkraut eine angenehme Säure mit, liefert Ballaststoffe sowie Vitamin C und hat nur wenige Kalorien. In der Pfanne verbindet sich das Sauerkraut mit Hackfleisch und Tomatenmark zu einer würzigen Mischung, die trotzdem leicht bleibt. Mit magerem Rinderhack hältst Du die Sauerkraut-Pfanne zusätzlich schlank.

Gesamtzeit 25 Minuten
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 250 g Hackfleisch
  • 250 g Sauerkraut
  • 2 EL Tomatenmark
  • ½ Zwiebel
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 50 g saure Sahne (oder Crème légère)
  • 1 TL Majoran
  • Kümmel (gemahlen)
  • Salz & Pfeffer
  • ½ EL Olivenöl

Nährwerte

  • Kalorien: 364 kcal
  • Eiweiß: 30 g
  • Fett: 24 g
  • Kohlenhydrate: 5 g
  • davon Zucker: 5 g
  • Ballaststoffe: 4 g

Ablauf

Schritt 1:

Schäle die halbe Zwiebel und schneide sie in kleine Würfel. Erhitze das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze und gib die Zwiebelwürfel hinein. Brate sie in der Pfanne unter gelegentlichem Rühren etwa 3 bis 4 Minuten an, bis sie goldgelb sind.

Schritt 2:

Schiebe die Zwiebeln an den Rand der Pfanne und gib das Hackfleisch zusammen mit dem Tomatenmark in die Mitte. Würze beides direkt in der Pfanne mit Salz und Pfeffer und dreh die Hitze etwas höher. Zerteile das Hackfleisch mit einem Pfannenwender in kleine Stücke und brate es etwa 5 Minuten, bis es krümelig ist und keine rosa Stellen mehr hat.

Schritt 3:

Lass das Sauerkraut kurz in einem Sieb abtropfen und rühre es dann zusammen mit dem Kümmel unter das Hackfleisch in der Pfanne. Gieße die Gemüsebrühe über das Sauerkraut, streue den Majoran darüber und vermische alles gut. Reduziere die Hitze und lass die Sauerkraut-Pfanne 10 bis 15 Minuten offen köcheln, bis ein Großteil der Flüssigkeit verkocht ist.

Schritt 4:

Nimm die Pfanne vom Herd und rühre die saure Sahne unter, bis das Sauerkraut von einer cremigen Sauce umhüllt ist. Probiere Deine Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne und schmecke sie mit Salz und Pfeffer ab. Je nach Sauerkraut kann noch eine Prise Salz oder etwas Kümmel nötig sein. Verteile die Sauerkraut-Pfanne auf zwei Teller und serviere sie direkt heiß. Guten Appetit!

Variationen:

Die Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne lässt sich wunderbar an Deinen Geschmack anpassen. Wenn Du es etwas fruchtiger magst, reibst Du einen halben Apfel mit in die Pfanne, das nimmt dem Sauerkraut ein wenig von seiner Säure. Für mehr Schärfe im Sauerkraut sorgen ein Teelöffel edelsüßes Paprikapulver und eine Prise Chiliflocken. Und wer es deftiger möchte, brät vor dem Hackfleisch ein paar Speckwürfel in der Pfanne knusprig an.

Auch als vegetarische Sauerkraut-Pfanne funktioniert das Rezept richtig gut. Ersetze das Hackfleisch einfach durch rote Linsen oder pflanzliches Hack und nimm statt saurer Sahne einen Klecks Haferjoghurt. Soll die Pfanne mehr sättigen, kannst Du vorgegarte Kartoffelwürfel mit dem Sauerkraut unterheben. Dazu schmecken Spätzle, Kartoffelpüree oder einfach ein frisches Bauernbrot, mit dem Du den Rest aus der Pfanne aufwischen kannst.

Fazit:

Sauerkraut gehört zu den ältesten Methoden, Gemüse haltbar zu machen. Schon vor über 2000 Jahren wurde Kohl mit Salz eingelegt, damit er auch im Winter zur Verfügung stand. In Mitteleuropa ist Sauerkraut seit dem Mittelalter fest in der Küche verankert, und auf langen Seereisen nahm Sauerkraut eine besondere Rolle ein: Der britische Seefahrer James Cook ließ im 18. Jahrhundert große Mengen davon an Bord bringen, weil es dank seines Vitamin C half, Skorbut vorzubeugen. Die Kombination aus Sauerkraut und Fleisch kennt man aus vielen Regionen, etwa aus dem polnischen Bigos oder dem Szegediner Gulasch. Unsere Sauerkraut-Hackfleisch-Pfanne ist eine schnelle, moderne Variante dieser Klassiker. Statt stundenlang zu schmoren, kommt hier alles in eine Pfanne, und nach gut 20 Minuten Kochzeit ist die Pfanne fertig.

Dass eine Pfanne schnell fertig ist, heißt nicht, dass sie wenig Nährstoffe liefert. Das Sauerkraut bringt Ballaststoffe, Vitamin C und Vitamin K mit und hat dabei kaum Kalorien. Neben dem Sauerkraut sorgt das Rinderhack für reichlich Eiweiß sowie Eisen, Zink und Vitamin B12. Tomatenmark steuert den Pflanzenstoff Lycopin bei, der durch das Anrösten sogar besser verfügbar wird. Pro Portion kommt die Sauerkraut-Pfanne auf rund 30 Gramm Eiweiß bei nur etwa 5 Gramm Kohlenhydraten. Damit ist die Pfanne ein ausgewogenes Gericht, das lange satt hält, ohne zu beschweren.

Für Kochanfänger ist die Pfanne mit Sauerkraut ein ideales Übungsrezept. Du brauchst nur wenige Zutaten, und die Arbeitsschritte bauen logisch aufeinander auf: Zwiebel schneiden, anbraten, Hackfleisch krümelig braten, Sauerkraut dazu, köcheln lassen. Dabei lernst Du ganz nebenbei Techniken, die Dir in vielen anderen Rezepten wieder begegnen. Beim Anbraten des Hackfleischs in der Pfanne entstehen durch die Maillard-Reaktion Röstaromen, die dem Gericht Tiefe geben. Das Tomatenmark röstest Du kurz in der Pfanne mit, damit es seine rohe Säure verliert und süßlicher schmeckt. Und beim Köcheln mit Brühe verbinden sich Sauerkraut und Hackfleisch in der Pfanne zu einer runden Einheit.

Auch Hobbyköche, die schon mehr Erfahrung haben, kommen mit dieser Sauerkraut-Pfanne auf ihre Kosten. Die Pfanne ist eine gute Grundlage zum Experimentieren mit Gewürzen, Säure und Cremigkeit, ob mit geräuchertem Paprika, einem Schuss Weißwein zum Sauerkraut oder etwas Apfel. Weil Sauerkraut ohnehin viel Geschmack mitbringt, verzeiht die Pfanne kleine Fehler und schmeckt trotzdem. Verkocht die Brühe in der Pfanne etwas zu schnell, gießt Du einfach einen Schluck nach, und ist das Sauerkraut zu sauer, gleicht ein Löffel mehr saure Sahne das schnell aus. So wächst mit jeder Pfanne Dein Gefühl dafür, wie Du ein Gericht abschmeckst.

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