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Das originales holländische Rezept:

Wenn es ein süßes Gericht gibt, das in den Niederlanden einfach überall zu finden ist, dann sind es Poffertjes. Auf Wochenmärkten, bei der Kirmes und im Winter auf den Weihnachtsmärkten stehen seit Generationen kleine Stände, an denen Poffertjes in großen gusseisernen Pfannen mit unzähligen Mulden gebacken werden. Ursprünglich bereitete man Poffertjes mit Buchweizenmehl und Hefe zu, was sie zu einem günstigen und sättigenden Essen für jedermann machte. Der Name geht vermutlich auf das Aufgehen des Teigs zurück, denn in der heißen Pfanne puffen die kleinen Poffertjes regelrecht auf. Für viele Niederländer gehören Poffertjes mit Butter und Puderzucker bis heute genauso zu einem Marktbesuch wie der Duft, der schon von Weitem über den Platz zieht.

Unser Rezept orientiert sich an diesem Original, setzt aber auf Weizenmehl und Backpulver statt auf Hefe, damit Du Deine Poffertjes ohne lange Gehzeit zubereiten kannst. Am typischen Charakter ändert das wenig, denn bei Poffertjes kommt es vor allem darauf an, wie sie gebacken und serviert werden. In den Mulden der Pfanne bekommen sie außen eine zarte, goldbraune Kruste, während sie innen weich und luftig bleiben. Obendrauf kommt das klassische Topping aus geschmolzener Butter und Puderzucker, das auf den warmen Poffertjes zu einer leicht süßen, glänzenden Schicht verläuft. Genau diese Kombination macht Poffertjes zu einem echten holländischen Klassiker, der ganz ohne ausgefallene Zutaten auskommt.

Was Poffertjes so unwiderstehlich macht, ist aber nicht nur der Geschmack. Die kleinen Happen lassen sich wunderbar teilen und landen deshalb schnell in der Mitte des Tisches, wo sich jeder bedienen kann. Weil sie so klein sind, greifst Du auch dann noch zu ein paar Poffertjes mehr, wenn Du eigentlich schon satt bist, und ehrlich gesagt hat damit noch niemand ein Problem gehabt. Dazu brauchst Du für Poffertjes nur Zutaten, die ohnehin in fast jeder Küche stehen, und nach der ersten Runde in der Pfanne hast Du den Dreh mit dem Wenden schnell raus. So holst Du Dir mit wenig Aufwand ein Stück holländische Marktstimmung nach Hause, ganz ohne Anreise nach Amsterdam.

Mach Dir den Klassiker einfach selbst

Wenn Du Poffertjes zuhause selbst zubereitest, hast Du jede Zutat selbst in der Hand. Du weißt genau, was im Teig landet, und kannst frische Eier, gute Butter und Milch verwenden, statt auf fertige Backmischungen oder abgepackte Poffertjes aus dem Supermarkt zurückzugreifen. Auch die Süße bestimmst Du selbst, denn wer es weniger süß mag, nimmt einfach etwas weniger Zucker in den Teig oder geht beim Puderzucker sparsamer vor. Und falls Du Poffertjes schon einmal auf dem Markt gekauft hast, weißt Du, dass eine kleine Portion dort gar nicht so günstig ist, während Du zuhause für wenig Geld gleich eine ganze Schüssel voll bekommst.

Ein weiterer Vorteil ist die Frische, die Du bei Poffertjes sofort merkst. Selbstgemachte Poffertjes kommen direkt aus der Pfanne auf den Teller und schmecken genau dann am besten, wenn sie noch warm sind und die Butter langsam in den luftigen Teig einzieht. Zeitlich hält sich der Aufwand dabei in Grenzen, denn in etwa 45 Minuten stehen Deine Poffertjes auf dem Tisch, und 15 Minuten davon ruht der Teig ganz von allein. Eine spezielle Pfanne ist praktisch, aber kein Muss, weil Du Poffertjes auch in einer normalen beschichteten Pfanne ausbacken kannst.

Außerdem sind Poffertjes ein Rezept, das richtig Spaß macht, wenn mehrere Leute mit am Herd stehen. Kinder können den Puderzucker darüber sieben oder mit etwas Hilfe den Teig in die Mulden füllen, und beim Wenden entsteht ganz nebenbei ein kleiner Wettbewerb, wer die rundesten Poffertjes hinbekommt. Übrig gebliebene Poffertjes kannst Du am nächsten Tag kurz in der Pfanne aufwärmen, wobei das bei uns ehrlich gesagt selten vorkommt. So wird aus ein paar Poffertjes schnell ein gemütlicher Nachmittag, der nach Urlaub in den Niederlanden schmeckt.

Poffertjes von oben fotografiert auf einem weißen Teller, bestäubt mit Puderzucker und mit einem schmelzenden Stück Butter auf einem hellen Holztisch

Rezept: Originale Poffertjes

Wer schon einmal über einen Markt oder eine Kirmes in den Niederlanden geschlendert ist, kennt den Duft frisch gebackener Poffertjes bestimmt. Die kleinen, fluffigen Poffertjes werden dort traditionell in einer Pfanne mit vielen runden Mulden gebacken und landen mit geschmolzener Butter und reichlich Puderzucker auf dem Pappteller. Dabei sind Poffertjes überhaupt keine Hexerei, denn mit ein paar Grundzutaten aus dem Vorratsschrank machst Du sie ganz einfach selbst.

Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie Du den Teig anrührst, Deine Poffertjes goldbraun ausbackst und im richtigen Moment wendest. Auch ohne spezielle Pfanne für Poffertjes klappt das übrigens problemlos. In den Niederlanden isst man Poffertjes traditionell mit einer kleinen Gabel, solange sie noch dampfen, und genau so solltest Du sie auch genießen.

Gesamtzeit 40 Minuten
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 3 Eier
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 200 g Weizenmehl
  • ½ Pck. Backpulver
  • 150 ml Milch
  • Öl zum Ausbacken
  • 50 g Butter
  • 2 EL Puderzucker

Nährwerte

  • Kalorien: 475 kcal
  • Eiweiß: 12 g
  • Fett: 19 g
  • Kohlenhydrate: 64 g
  • davon Zucker: 28 g
  • Ballaststoffe: 2 g

Ablauf

Schritt 1:

Für den Teig der Poffertjes gibst Du die Eier mit dem Zucker, der Prise Salz und dem Vanillezucker in eine Rührschüssel und schlägst alles mit dem Handrührgerät schaumig, bis die Masse hell und cremig ist. In einer zweiten Schüssel vermengst Du das Mehl mit dem Backpulver. Nun rührst Du erst die Hälfte der Milch unter die Eiermasse, dann die Hälfte der Mehlmischung, danach die restliche Milch und zum Schluss das restliche Mehl, so bleibt der Poffertjes-Teig glatt und klumpt nicht. Anschließend lässt Du den Teig etwa 15 Minuten quellen.

Schritt 2:

Während der Teig ruht, erhitzt Du die Poffertjes-Pfanne auf mittlerer Stufe. Pinsle die Mulden danach dünn mit Öl aus, damit die Poffertjes nicht festkleben. Den Teig füllst Du am besten mit einer Portionierflasche in die Mulden, alternativ klappt es auch mit einem Teelöffel. Hast Du keine spezielle Pfanne für Poffertjes, kannst Du sie auch teelöffelweise wie kleine Pancakes in einer beschichteten Pfanne ausbacken, dann werden die Poffertjes etwas flacher, schmecken aber genauso gut wie das Original.

Schritt 3:

Backe die Poffertjes nun etwa 2 bis 3 Minuten, bis die Unterseite goldbraun ist. Nach weiteren 2 Minuten sind die Poffertjes auch auf der zweiten Seite gebräunt und innen durchgebacken. Mit dem restlichen Teig backst Du die übrigen Poffertjes genauso.

Schritt 4:

Während die Poffertjes ausbacken, lässt Du die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Die fertigen Poffertjes gibst Du in eine Schüssel, übergießt sie mit der warmen, flüssigen Butter und siebst den Puderzucker darüber. Schwenke die Schüssel ein paarmal, damit alles gleichmäßig überzogen ist, und serviere die Poffertjes sofort, solange sie warm sind. So werden sie richtig "smakelijk" Lass es Dir schmecken!

Variationen:

So lecker Poffertjes klassisch mit Butter und Puderzucker auch sind, lassen sie sich ganz leicht an Deinen Geschmack anpassen. Beim Topping kannst Du zum Beispiel zu frischen Erdbeeren und einem Klecks Sahne greifen oder Deine Poffertjes mit warmer Schokosauce oder Nussnougatcreme servieren. Auch Zimt und Zucker oder ein Schuss Sirup passen hervorragend und erinnern ein bisschen an holländische Stroopwafels.

Wenn Du den Teig selbst variieren möchtest, kannst Du einen Teil des Weizenmehls durch Buchweizenmehl ersetzen, so wie es bei den ursprünglichen Poffertjes üblich war. Etwas Zitronenabrieb oder eine Prise Zimt im Teig geben Deinen Poffertjes eine frische oder winterliche Note. Für gefüllte Poffertjes setzt Du nach dem Einfüllen ein kleines Stück Schokolade in die Mitte jeder Mulde, das beim Backen im Inneren schmilzt.

Poffertjes funktionieren sogar herzhaft, wenn Du Zucker und Vanillezucker weglässt und stattdessen geriebenen Gouda und frische Kräuter unter den Teig rührst. Für vegane Poffertjes ersetzt Du die Milch durch einen Pflanzendrink, die Butter durch Margarine und die Eier durch einen Ei-Ersatz, dann werden sie etwas kompakter, schmecken aber trotzdem richtig gut.

Fazit:

Poffertjes stammen aus den Niederlanden und gehören dort seit weit über hundert Jahren zu den beliebtesten süßen Snacks. Ihren Ursprung haben Poffertjes in der einfachen Alltagsküche, denn früher wurden sie vor allem aus Buchweizenmehl, Hefe, Milch und Eiern gebacken. Buchweizen war günstig und wuchs auch auf kargen Böden, weshalb der Teig für Poffertjes für viele Familien leicht zu bezahlen war. Berühmt wurden die kleinen Pfannkuchen vor allem durch die Stände auf Jahrmärkten und Wochenmärkten, an denen Poffertjes bis heute in großen Pfannen aus Gusseisen oder Kupfer gebacken werden. Ähnliche Gebäcke gibt es übrigens auch in anderen Ländern, etwa die dänischen Æbleskiver, doch keines davon ist so eng mit einer Nation verbunden wie Poffertjes mit den Niederlanden. Serviert werden Poffertjes dort ganz klassisch mit Butter und Puderzucker und mit einer kleinen Gabel gegessen, am liebsten direkt vom Pappteller.

Wenn es um die Nährwerte geht, sind Poffertjes vor allem ein guter Energielieferant. Eine Portion unserer Poffertjes bringt etwa 475 Kilokalorien mit, wobei der größte Teil aus Kohlenhydraten stammt, die Dein Körper schnell in Energie umwandeln kann. Die Eier und die Milch im Teig liefern rund 12 Gramm Eiweiß pro Portion und dazu Calcium sowie verschiedene B-Vitamine. Durch die Butter und den Zucker gehören Poffertjes allerdings eher zu den Gerichten, die Du bewusst genießen solltest, statt sie jeden Tag zu essen. Wer seine Poffertjes etwas ausgewogener gestalten möchte, kann einen Teil des Weizenmehls durch Buchweizenmehl ersetzen, das mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium mitbringt. Auch frisches Obst als Beilage und etwas weniger Puderzucker machen Poffertjes leichter, ohne dass der Genuss auf der Strecke bleibt.

Für Kochanfänger sind Poffertjes ein wunderbares Rezept, um grundlegende Techniken kennenzulernen. Beim Aufschlagen von Eiern und Zucker lernst Du, wie Luft in einen Teig kommt, und beim abwechselnden Unterrühren von Milch und Mehl siehst Du, wie ein glatter Teig ohne Klümpchen entsteht. Das Ausbacken der Poffertjes schult außerdem Dein Gefühl für die richtige Hitze, denn ist die Pfanne zu heiß, werden sie außen dunkel und bleiben innen roh, ist sie zu kalt, saugen sie sich mit Öl voll. Weil jede Runde Poffertjes nur wenige Minuten dauert, bekommst Du sofort eine Rückmeldung und kannst die Temperatur beim nächsten Mal anpassen. Und wenn ein paar Poffertjes nicht ganz rund werden, schmecken sie trotzdem, sodass kleine Fehler hier kein bisschen schlimm sind.

Auch Hobbyköche kommen bei Poffertjes auf ihre Kosten, weil sich das Grundrezept vielseitig weiterentwickeln lässt. Du kannst zum Beispiel die traditionelle Variante mit Hefe und Buchweizenmehl ausprobieren und so den Unterschied zu unseren schnellen Poffertjes mit Backpulver direkt vergleichen. Wer gerne experimentiert, spielt mit Gewürzen im Teig, füllt die Poffertjes mit Schokolade oder probiert eine herzhafte Version mit Käse und Kräutern. So werden Poffertjes zu einem Rezept, das mit Deinen Fähigkeiten mitwächst und Dich vom ersten Versuch bis zur eigenen Variante begleitet. Am Ende hältst Du ein Stück niederländische Esskultur in den Händen, das Du ganz einfach in Deiner eigenen Küche zubereitet hast.

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