Sate gehört zu den Gerichten, deren Geschichte fast so spannend ist wie ihr Geschmack. Ursprünglich stammt Sate aus Indonesien, genauer gesagt von der Insel Java, wo Straßenhändler die kleinen Fleischspieße über glühender Holzkohle grillten und direkt an Passanten verkauften. Viele Food-Historiker vermuten, dass Sate im 19. Jahrhundert entstanden ist, inspiriert von den Kebabspießen, die Händler aus Indien und dem arabischen Raum auf die Insel brachten. Spannend ist auch die Erdnuss, denn sie stammt eigentlich aus Südamerika und kam erst über portugiesische und spanische Seefahrer nach Südostasien, wo sie später zur Grundlage der typischen Sate-Sauce wurde. In einem einzigen Teller Sate steckt also ein ganzes Stück Weltgeschichte.
In die Niederlande kam Sate über die lange koloniale Verbindung zu Indonesien, das bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als Niederländisch-Indien unter niederländischer Herrschaft stand. Nach der Unabhängigkeit Indonesiens zogen viele Familien mit indonesischen Wurzeln in die Niederlande, eröffneten Restaurants und kleine Lebensmittelläden und machten ihre Küche dort bekannt. Mit der Zeit ist Sate so fest im holländischen Alltag angekommen, dass es heute in Snackbars, auf Geburtstagsfeiern und beim Grillen ganz selbstverständlich dazugehört. Die Holländer haben Sate dabei ein Stück weit zu ihrem eigenen Gericht gemacht, etwa mit Sate-Sauce über Pommes oder als festen Bestandteil der Rijsttafel.
Neben seiner Geschichte überzeugt Hähnchen-Sate mit Reis auch mit seinen Nährwerten. Mit rund 61 g Eiweiß pro Portion ist dieses Sate eine richtig gute Proteinquelle, wofür vor allem die magere Hähnchenbrust und die Erdnüsse sorgen. Die Erdnüsse liefern außerdem Ballaststoffe, Magnesium, Vitamin E und überwiegend ungesättigte Fettsäuren, während der Reis mit seinen Kohlenhydraten für Energie sorgt, die lange vorhält. Mit rund 940 kcal pro Portion ist Sate eine vollwertige, sättigende Hauptmahlzeit und kein leichter Snack, dafür musst Du danach aber auch nicht mehr an den Kühlschrank. Und obwohl die Gesamtzeit bei knapp einer Stunde liegt, stehst Du nur einen Teil davon aktiv in der Küche, denn während die Sate-Sauce köchelt und das Hähnchen mariniert, hast Du die Hände frei.
Für Kochanfänger ist Sate ein ideales Übungsrezept, weil Du dabei gleich mehrere Grundtechniken lernst, ohne dass eine davon wirklich schwierig ist. Du marinierst Fleisch, röstest Nüsse ohne Fett an, lässt eine Sauce einkochen und brätst die Spieße so scharf an, dass durch die Maillard-Reaktion aromatische Röststoffe entstehen. Gleichzeitig übst Du, mehrere Komponenten parallel im Blick zu behalten, denn Sate-Sauce, Reis und Sate-Spieße sollen am Ende gemeinsam auf dem Tisch stehen. Kleine Fehler verzeiht das Rezept dabei gern, weil Du die Sauce jederzeit nachwürzen, verdünnen oder schärfer machen kannst, bis sie Dir wirklich schmeckt. Hobbyköche finden in Sate außerdem eine schöne Spielwiese, um mit dem Zusammenspiel aus süß, salzig, sauer und scharf zu experimentieren und so ihr ganz persönliches Lieblings-Sate zu entwickeln.